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Fabrikjazz

Do, 20. September 2012

Jeff Parker & Beans: The Hungry Reapers

  • +++ Jeff Parker & Beans: The Hungry Reapers +++
    Konzert
    Fabrikjazz
  • Wo: Clubraum
  • Wann: 20:30 Uhr
  • Wie viel: 30/25 CHF
Jeff Parker & Beans: The Hungry Reapers

+++ Jeff Parker triff Beans = The Hungry Reapers: Der Gitarrist von Tortoise und der Rapper des Anti-Pop Consortium gemeinsam auf der Bühne. +++

+++ Jeff Parker, guitar; Beans, MC/rap US +++

Vorverkauf: www.starticket.ch // Reservation: fabrikjazz@rotefabrik.ch / www.taktlos.com
Eintritt: 30.– / Ermässigt: 25.– für StudentInnen/AHV/IV/Jugendliche bis 16 Jahre. Kinder bis 12 Jahre gratis.

+++ Wer aussät kann auch ernten. Der Gitarrist Jeff Parker und Beans, der MC und Spoken Word Artist, haben die verschiedensten Böden beackert. Was sie als The Hungry Reapers machen werden, lässt sich am ehesten aus ihrer Geschichte ableiten und bleibt trotzdem voller Überraschungen.
Jeff Parker gehört zu Tortoise, einer der erfolgreichsten Bands aus Chicago, die seit Mitte der neunziger Jahre den Postrock massgebend prägt. Die fünfköpfige «Schildkröte» versteht es Minmal Music, Dub, Electronica und die verschiedensten Jazzformen zu einem eigenständigen Sound zu verknüpfen. Der Gitarrist ist aber nicht nur im Postrock anzutreffen, ebenso gewandt bewegt er sich in der experimentierfreudigen Chicago-Szene. Parker hat mit dem Cornetspieler Rob Mazurek so unterschiedliche Gruppen wie Isotope 217 und Chicago Underground mitbegründet. Er spielte mit wichtigen Vertretern der Great Black Music: den Saxofonisten Ernest Dawkins und Fred Anderson. Parker, der seine Musik gerne als «sonic sculptures» bezeichnet, findet man aber auch mit Matana Roberts, Hamid Drake, Ken Vandermark und George Lewis – als Pendler zwischen Improvisation und zeitgenössischer Komposition.
Der MC und Rapper Beans hat sich in der Slam- und Rap meets Poetry-Szene von New York einen Namen geschaffen. Er zeigt sich von Sun Ra, Public Enemy, Suicide und Sonic Youth gleichermassen inspiriert. Zusammen mit High Priest, M. Sayyid und Earl Blaize gründete er 1997 die alternative Hip-Hop-Gruppe Anti-Pop Consortium. Beans verfolgt parallel dazu Soloprojekte und oszilliert dabei zwischen grossmäuligem Rap und New-School. Gelegentlich ist er mit Matthew Shipp, William Parker, Bill Laswell, Sly & Robbie oder Arto Lindsay anzutreffen. Der Kreis schliesst sich: The Hungry Reapers fahren die neue Ernte ein. +++

Diskografie: Jeff Parker: «Bright Light in Winter», Delmark, 2012. Tortoise: «Beacons of Ancestorship», Thrill Jockey, 2009. Beans: «End It All», Anticon, 2011. Anti-Pop Consortium: «Fluorescent Black», Thirsty Ear Recordings, 2009.

www.jeffparkersounds.com


+++ VORSCHAU FABRIKJAZZ +++

+++ Mittwoch, 17. Oktober, Clubraum, 20.30 Uhr +++

+++ Lina Allemano Four +++

+++ Lina Allemano, trumpet; Brodie West, altosax; Andrew Downing, bass; Nick Fraser drums +++ CAN

+++ Aufregende Musik aus Toronto und Erinnerungen an das legendäre Ornette Coleman und Don Cherry Quartet +++

+++ «Cannonball Adderley Tattoo» eröffnet die aktuelle CD «Jargon» der Trompeterin Lina Allemano. Die im kanadischen Toronto lebende Musikerin ist seit 2003 in Quartettformat unterwegs. Die aktuelle Besetzung mit dem Altsaxofonisten Brodie West, dem Bassisten Andrew Downing und dem Schlagzeuger Nick Fraser besteht seit 2005. West war erstmals im Rahmen des Taktlos 2008 als Teil von Gétatchèw Mekuria & The Ex plus Guests zu hören. Die übrigen MusikerInnen der Ontario-Szene sind noch zu entdecken, und das lohnt sich.
Die Lina Allemano Four wird oft mit dem legendären Quartett von Ornette Coleman mit Don Cherry, Charlie Haden und Billy Higgins oder Ed Blackwell verglichen. Etwas seltener mit demjenigen von Charles Mingus, dem Eric Dolphy, Ted Curson und Dannie Richmond angehörten – keine schlechten Eltern also. Aber erwarten Sie jetzt keine Coverversionen der Obgennanten, auch wenn Tonalität und musikalischer Gestus der Lina Allemano Four Erinnerungen an sie wach werden lassen. Wenn sich die Trompeterin bei der Jazztradition bedient, dann bei Thelonious Monk («Evidence») und George Gershwin («My Man’s Gone Now»).
Die meisten Kompositionen für das Quartett stammen von ihr selbst, der Rest von ihren Mitmusikern.
Wenn Lina Allemano und Brodie West auf der gleichen Welle reiten und Andrew Downing und Nick Fraser mitsurfen, entwickelt sich ein temperamentvolles Klanggemälde von grosser Wärme und Eindringlichkeit. Sie dehnen den Raum organisch, finden im Kollektiv zu feinsinnigen Konversationen ohne je geschwätzig zu werden. Die Lina Allemano Four hat ihren Jargon gefunden. +++

+++ This performance is made possible in part by grants from the Ontario Arts Council and the Canada Council for the Arts. +++

Diskografie: Lina Allemano Four: «Jargon», Lumo Records, 2010. / Lina Allemano Four: «Gridjam», Lumo Records, 2008. / Lina Allemano Four: «Pinkeye», Lumo Records, 2006.

www.linaallemano.com


+++ Sonntag, 4. November, Aktionshalle, 19 Uhr +++

+++ Günter Baby Sommer – Savina Yannatou +++
+++ «Songs for Kommeno» +++

+++ Savina Yannatou, voice; Floros Floridis, sopransax/clarinet/bassclarinet; Evgenios Voulgaris, yayil tanbour/oud; Spilios Kastanis, bass, Günter Sommer, drums +++ DE/GR

+++ «Songs for Kommeno», eine Hommage mit Musik und Text an ein griechisches Dorf +++

+++ Das griechische Dorf Kommeno liegt im Westen des griechischen Festlandes in der Region Epirus. Am 16. August 1943 wurden von Angehörigen der Deutschen Wehrmacht 172 Frauen und 145 Männer ermordet. 110 der Opfer waren unter 15 Jahre alt. Die unter dem Kommando von Leutnant Willibald Röser stehende 1. Gebirgsdivision übte Rache, weil zwei Tage zuvor einige Widerstandskämpfer im Dorf Nahrungsmittel bekommen hatten.
Die musikalische und literarische Hommage des in Dresden lebenden Schlagzeugers Günter Baby Sommer basiert auf den Erinnerungen von Überlebenden und Originaldokumenten. Am Projekt «Song for Kommeno» sind mit Savina Yannatou (Stimme), Floros Floridis (Saxofon/Klarinette), Evgenios Voulgaris (Yayli Tanbur/Oud) und Spilios Kastanis (Bass) vier bedeutende MusikerInnen der griechischen Jazzszene beteiligt, die einen starken Bezug zur Musik ihrer Heimat haben.
Am 16. August 2012 fand in Kommeno die eindrückliche Première von «Songs For Kommeno» statt. Auf dem Dorfplatz waren gegen 1000 Leute versammelt, als nach Worten des Gedenkens gegen Mitternacht das Konzert begann. Es war besonders ergreifend, als mit der 82-jährigen Maria Labri eine Augenzeugin des Massakers die Bühne betrat und den zentralen Klagegesang «Marias Mirloi» anstimmte.
+++

Diskografie: Günter Baby Sommer: «Songs For Kommeno», Intakt, 2012 (erscheint im August). Savina Yannatou: «Attikos», Maya Recordings, 2010. Floros Floridis: «Grix». Jazzwerkstatt, 2009. Günter Sommer: «Whispering Eurasia», Neos, 2009.

www.savinayannatou.com / www.florosfloridis.com / www.babysommer.com

Ticket Vorverkauf

Für Tickets bitte den Vorverkauf benutzen.

Vorverkauf

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