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Fabriktheater



WO SIE HEUTE NOCH SEHEN KÖNNEN, WAS SIE VIELLEICHT IN 5 JAHREN SCHON NICHT MEHR SEHEN WERDEN.

Endlich haben sich wirtschaftliche Kriterien auch in der Förderung der freien Theater-szene durchgesetzt! In der Beurteilung der Arbeiten wird neu das Erreichen von Quoten mit der Qualität der Arbeiten gleichgestellt. Genauer: Ab einer gewissen Höhe der öffentlichen Unterstützungsbeiträge müssen neu im Vorfeld schon soundso viele Gastspiele in anderen Städten bestätigt sein, damit eine künstlerische Arbeit überhaupt als förderungswürdig eingestuft wird. Dahinter steht der Gedanke, dass sich «erfolgsversprechende» Produktionen auch automatisch gut verkaufen lassen. Doch wir fragen uns: Auf welchem «Markt» sollen die KünstlerInnen ihre «Produkte» eigentlich feilbieten? In der Schweiz gibt es je nach Zählart sechs bis acht Theaterhäuser, die sich noch vereinzelte Gastspiele auswärtiger Theatergruppen leisten können oder wollen. Eine Handvoll relevanter Kunden macht aber noch keinen funktionierenden Markt.


Dabei stellen sich noch ganz andere Fragen: Ist es im Interesse des Zürcher Publikums, dass die hiesigen KünstlerInnen genötigt werden, ihre Arbeiten nach den geschmacklichen Vorlieben in anderen Schweizer Städten auszurichten? Die Zürcher Kulturpolitik treibt dadurch nicht nur die hiesige Theaterkunst in die Abhängigkeit auswärtiger Veranstalter, sondern – was nicht weniger bedenklich ist – suggeriert, dass sich die Qualität von «innovativen» und «experimentellen» Arbeiten verlässlich an der Anzahl ihrer Gastspiele ablesen lässt. Um das zu verdeutlichen: Müsste sich das Zürcher Schauspielhaus solchen Förderbedingungen unterwerfen, gäbe es entweder in der ganzen Schweiz nur noch Produktionen aus Zürich zu sehen, oder aber dem Haus würden wegen «Erfolglosigkeit» und mangelnder Qualität die Subventionen gestrichen. Wir fragen uns, welche Vision von kultureller Entwicklung dazu geführt hat, dass ausgerechnet bei der Freien Szene, deren unberechenbare kreative Qualität ja gerade in der Unabhängigkeit gründet, das Messer angesetzt wird. Das ist absurd, und der mögliche «Gewinn» steht dabei in keinem Verhältnis zum Schaden, der mit einer solchen Politik angerichtet wird.


Liebe Freunde und Partner in der Kulturpolitik, so geht die Rechnung unserer Meinung nach hinten und vorne nicht auf, sondern ist, im Gegenteil, ein Kniefall vor der vorherrschenden «Was-bringt-uns-das»-Stimmung in der Politik. Ganz egal in welchem Kontext und auf welchen Bühnen Theater entsteht – letztlich gelten überall die gleichen Gesetzmässigkeiten: Es braucht tragfähige Rahmenbedingungen, damit KünstlerInnen ihr Bestes geben können und das Theater seine Kraft in der Gesellschaft entfalten kann. Auch wir sind für eine Professionalisierung der Szene, aber bitte mit Spielregeln, die kreative Entwicklungen ermöglichen, und nicht mit solchen, die die künstlerischen Impulse abklemmen und nur eine andere Form von Willkür darstellen.


Ihr Fabriktheater

Silvie von Kaenel, Michael Rüegg, Michel Schröder

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  • Verantw.: Michael Rüegg
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