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Konzept

Sa, 03. Dezember 2011

PALÄSTINA - Kulturaspekte

  • HIP HOP PALESTINE
  • Wo: Clubraum
  • Wann: 20:30 Uhr
  • Wie viel: 20 CHF
PALÄSTINA - Kulturaspekte

Mit:
Darg Team (aus Gaza)
Kayaan (aus Nazareth/Schweiz)
Distrikt Rhymes Unit (aus Tulkarem/Jenin)
Dar Qandeel (aus Tulkarem)
Black Revolution (aus Hebron/Ramallah)

Es gibt in den palästinensischen Gebieten eine kleine aber sehr vitale Rap-Szene, die sich in ihren Texten und Ausdrucksformen deutlich von amerikanischem oder europäischem Hip Hop unterscheidet.
Schon die Texte der Gruppen und einzelnen Rapper verdeutlichen, dass hier junge Menschen unter Umständen aufwachsen, die uns - bei aller Ghetto-Koketterie - in dieser Härte völlig unbekannt sind. Fernab von den leidigen Macho-Allüren vieler westlicher Rapper, versuchen die jungen PalästinenserInnen mit ihren Reimen und den Beats den Umständen ihres z.T. wahnwitzigen Alltags auf den Grund zu gehen, mit dem Anspruch diese verändern zu wollen. Das musikalische Spektrum ist dabei sehr weit, es reicht von Jazz bis zu orientalischen Einflüssen.

Darg Team
Das DARG Team ist eine Gruppe junger, talentierter Hip-Hop-Künstler aus Gaza. Im Jahr 2007 fanden die zwei Hip-Hop-Crews DA. Mcz und RG zusammen – daher der Name «DARG». Die Idee, diese beiden Gruppen zu vereinen, kam von den drei Mc\'s Sami Bakheet, Bassam und Mohammed Al Massri sowie dem Art Director Fadi Bakheet. Die drei Mc\'s begannen bereits 2003 Musik zu machen und veröffentlichten Singles im Internet, die für viel Aufmerksamkeit sorgten. Mit der Zeit suchten sie die Zusammenarbeit mit anderen jungen, talentierten Künstlern wie dem Musikproduzenten Marouf Abu-Abdo, dem Beatmacher DJ Ahmed BadranArabic und dem Fotografen Adham Qudwa.
In erster Linie will das DARG Team mit seiner Musik zu einer Lösung der politischen, sozialen, finanziellen und ökologischen Probleme beitragen. Sie sind stolz darauf, die Botschaft von Palästinensern in die Welt tragen zu können. Dieses Ziel verfolgen sie mit gewaltfreiem Widerstand und indem sie das Recht auf Meinungsfreiheit vertreten.
Ihre Musik soll der Welt arabischen Hip-Hop und Rap näher bringen und das wahre Gesicht von Gaza zeigen. Sie erhoffen sich damit, eine Annäherung zwischen der westlichen und der östlichen Welt

Kayaan
Kayaan: Existenz, so lautet die Übersetzung von KAYAAN aus dem Arabischen. Die Band, gegründet und produziert vom Pianisten Christian Müller, spielt Arabic Jazzrap und besteht aus drei Rappern aus Palästina (We7) sowie sechs Jazzmusikern und einer Sängerin aus der Schweiz. So entsteht eine Verschmelzung von groovigem Jazz und bouncigem HipHop und besonders von unterschiedlichen Kulturen.

Distrikt Rhymes Unit
Distrikt Rhymes Unit war die erste \'Rap-Gruppe\' in Palästina, dessen Mitglieder aus allen Städten des Landes stammen. Nicht nur Rapper, auch Breakdancer gehören zur Vereinigung. Die Gruppe tourte zusammen mit europäischen, amerikanischen und anderen palästinensischen Rappern durch alle Städte des (palästinensischen) Westjordanlandes. Distrikt Rhymes Unit beschäftigt sich stark mit sozialen Themen, die zum Teil weit über die sozialen Fragen der Besatzung hinausgehen. Sie wollen die Menschen mit ihren Auftritten wachrütteln und kritisieren die momentane Situation.

Dar Qandeel
Die Band wurde 2005 in Tulkarem gegründet, die Mitglieder sind: Ahmed Tanbouz (Abu Wadee); Sänger, Samer Abu Hantash; Oud und Alaa Abu Saa: Songwriter
Bisher hat die Band zwei Alben veröffentlicht, das erste 2006 \"Why the freedom\" und das letzte im Jahr 2010 mit dem Titel \"No\'maan\". Ihr Musikstil ist die alte traditionelle palästinensische Musik, sie singen über soziale Ungerechtigkeit und Unterdrückung, sie singen für die Armen Leute. und über falsche gesellschaftliche Angewohnheiten. Dar Qandeel wird zum ersten Mal in der Schweiz zu hören sein!

Black Revolution
«The Black Revolution» ist eine palästinensische Rapband, die Ende 2008 von den vier jungen Männern Rajeh, Shihab, Wajdy und Mohamad gegründet wurde. Es ist die erste Rapband in Hebron. Sie sprechen über die Situation in ihrer Stadt, dessen Altstadt israelisch besetzt ist und die Probleme, die das mit sich bringt. Ihre Musik ermöglicht ihnen, der Stimme des palästinensischen Volkes international Gehör zu verschaffen. In ihren Texten verarbeiten sie die unterschiedlichen Erlebnisse, die sie mit der israelischen Armee gemacht haben – sie rappen von Streiks, Demonstrationen, Waffengewalt, Verhaftungen, den Checkpoints…
Sie haben sich für Rap in einfacher Alltagssprache entschieden, um ihren Gefühlen und ihrer Wut Luft zu verschaffen, da sie glauben, mithilfe dieses aktuellen kulturellen Trends am ehesten ihre Botschaft in die Welt tragen zu können.

Palästina - Kulturaspekte - Gesamtüberblick

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