Rote Fabrik Zürich - Konzept: Eventdetail(http://www.rotefabrik.ch/t/konzept)
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Konzept

Do, 24. September 2009

Eat Drink Man Woman

  • Regie: Ang Lee, Taiwan 1994, 122 Min. chinesisch / d, f Mit Sihung Lung, Kuei-Mei Yang, Chien-Lien Wu, Yu-Wen Wang.
  • Wo: Am See
  • Wann: 20:30 Uhr
  • Wie viel: 0 CHF
Eat Drink Man Woman

Im Rahmen des Festivals "NAHRUNG in der Roten Fabrik"

Wenn die Küche zum Knast wird: Witwer Chu ist einer der besten Küchenchefs in Taiwans Hauptstadt Taipeh. Jedes Wochenende lädt er seine drei unverheirateten Töchter zum Dinner. Für die jungen Damen allerdings wird die Tafel zur Tortur.

Sie brennen allmählich darauf, das Nest zu verlassen. Am schlimmsten dran ist Jia Jen. Die 30jährige hatte vor zehn Jahren eine herbe Enttäuschung in der Liebe. Nun fürchtet sie, als alte Jungfer zu enden. Die emanzipierte Jia Chien arbeitet bei einer Fluglinie und würde gern dem Maitre de Cuisine einige Geheimnisse entlocken. Ja Ning, die Jüngste, schaltet dagegen voll auf Protest. Sie jobbt in einem Fast-Food-Restaurant. Als Chu eines Tages erklärt, er werde heiraten, kommt endlich Leben in die Bude.
In "Eat Drink Man Woman" schildert Ang Lee einfühlsam das Leben in seiner Heimat Taiwan - mit Ritualen und Konventionen, dem Generationskonflikt und den Problemen des Alltags zwischen Tradition und Moderne. Weil Ang Lee selbst begeisterter Hobby-Koch ist, gestaltete er auch "Eat Drink Man Woman" zum kulinarischen Augenschmaus.


NAHRUNG in der Roten Fabrik
Ein polymorphes Festival zu vielfachen Aspekten des Phänomens „Nahrung“.

3. September – 3. Oktober 2009

ROTE FABRIK - ZÜRICH

Nahrung ist essentiell, unsere Lebensgrundlage schlechthin. Anders als die Tier- und Pflanzenwelt können Menschen allerdings ihre Nahrung gestalten: Lebensmittel anbauen, züchten, herstellen und verändern, Essen zubereiten, kochen, würzen, ästhetisch anrichten und servieren. Nahrung dient der Menschheit also keineswegs rein zur Lebenserhaltung, vielmehr ist sie, wie alles Gestaltbare und Gestaltete, Bestandteil der menschlichen Kultur.

Die Assoziationen unter denen man „Nahrung“ betrachten kann, sind somit extrem vielfältig. Nahrung ist Genuss, Geschmack und Sinnlichkeit, kann aber auch Ekel und Widerwillen hervorrufen. Nahrung ist sozialer Kitt und schafft Gemeinschaft, beim gemeinsamen Essen, Trinken und Feiern. Nahrung ist Kult und Ritual.

Nahrung hat aber auch eine gewaltige wirtschaftliche, technische und politische Dimension: Nahrung ist technologisierte Agrarwirtschaft und industrielle Lebensmittelherstellung. Nahrung ist ungleiche Nahrungsverteilung, Welthunger und Konflikte. Nahrung ist Chemie, Gentechnik, Massentierhaltung und Lebensmittelskandale.

Einen Monat lang (vom 3.9. - 3.10.09) möchte das Konzeptbüro der Roten Fabrik mit verschiedenen Veranstaltungen (Kunstausstellung, Performances, Filmreihen, Aktionen, Podien, Diskussionen, Kochwettbewerben) verschiedene künstlerische, sinnliche, wirtschaftliche und politische Facetten des Phänomens "Nahrung" beleuchten.

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