Rote Fabrik Zürich - Konzept: Eventdetail(http://www.rotefabrik.ch/t/konzept)
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Konzept

Mi, 09. September 2009

Der unaufhaltsame Aufstieg der Agrotreibstoffe ­ Segen oder Fluch?

  • Eine Podiumsdiskussion zur Frage, ob Ackerland für Biodiesel genutzt werden sollte.
  • Wo: Clubraum
  • Wann: 20:00 Uhr
  • Wie viel: 0 CHF
Der unaufhaltsame Aufstieg der Agrotreibstoffe ­ Segen oder Fluch?

im Rahmen des Festivals "NAHRUNG in der Roten Fabrik"

Mit:
Rudolf Rechsteiner, Nationalrat und SWISSAID Präsident
Ulrich Frei, Green Bio Fuel AG Switzerland
Andrea Ries, Leiterin Globalprogramm Ernährungssicherheit, DEZA
Tina Goethe, SWISSAID (Einführung)

Moderation:
Martin Läubli, Tages-Anzeiger


Agrotreibstoffe werden als Wundermittel gegen den Klimawandel und die Ölkrise angepriesen. Von staatlicher Seite gefördert und von transnationalen Unternehmen begierig aufgenommen, erlebt die Produktion in den letzten Jahren weltweit einen scheinbar grenzenlosen Boom. Nach Raps- und Palmöl verspricht nun ein weiteres Zaubermittel Abhilfe: die ölhaltige Jatropha-Nuss.

In Bad Zurzach ist eine grosse Biodiesel-Produktionsanlage geplant, die aus einheimischem Raps und mosambikanischer Jatropha-Nuss jährlich 130 Millionen Liter Biodiesel herstellen und damit rund fünf Prozent des jährlichen Dieselverbrauchs der Schweiz decken soll. Dank der Biodieselanlage soll die Schweiz im Bereich der Treibstoffe zehn Prozent der CO2-Reduktionsziele gemäss Kyoto-Protokoll erreichen. Was für die Schweiz gut ist, soll auch für Mosambik gut sein. Arbeitsplätze sollen entstehen, Umweltbelastungen bei Anbau und Produktion soll angeblich minimal sein. Doch was, wenn die Zaubernuss sich als eine weitere Büchse der Pandora entpuppt? Was, wenn es in Mosambik statt Brot für „Biodiesel“ heisst: „Biodiesel“ statt Brot? Sind Agrotreibstoffe eine Abhilfe gegen den Hunger und eine Entwicklungsmassnahme für strukturschwache Regionen oder fördern Sie die Nahrungsmittelknappheit in den Entwicklungsländern? In einer Podiumsdiskussion mit Akteuren aus der Politik, Wirtschaft und NGOs wollen diesen und weiteren Fragen auf den Grund gehen.

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