Die Verschärfungen im Asyl- und Ausländerrecht, welche die Schweizer Stimmbevölkerung gutgeheissen haben, trifft jetzt ganz konkrete einzelne Menschen.
Es soll einerseits über die Auswirkungen der neuen Verschärfungen informiert und andererseits – zusammen mit dem Publikum – über eine Bleiberechtskampagne diskutiert werden.
In den letzten Wochen haben abgewiesene AsylbewerberInnen in der Schweiz von den Behörden die Mitteilung erhalten, dass sie auf Anfang nächstes Jahr nicht mehr auf die Sozialhilfe zählen können. Sie müssen ihre Wohnungen verlassen und müssen in «Notunterkünften» schlafen und statt finanzieller Unterstützung gibt es im Sinne von «Nothilfe» gerade noch Essensgutscheine. Die Verschärfungen im Asyl- und Ausländerrecht, welche die Schweizer Stimmbevölkerung gutgeheissen haben, trifft jetzt ganz konkrete einzelne Menschen. Betroffen sind auch AusländerInnen, die schon jahrelang hier leben, betroffen sind aber auch ganze Familien.
Die Asylbewegung welche seit Jahren gegen Verschärfungen im Asylwesen kämpft, muss eine Abstimmungsniederlage nach der anderen hinnehmen. Das frustriert. Insbesondere weil sie immer wieder gezwungen wird, die bestehende schon inakzeptable Asylpolitik gegenüber neuen Verschlechterungen zu verteidigen. Aus diesem Grunde wird derzeit über eine Kampagne diskutiert, mit der man aus der Defensive herauskommen will. Die Forderung nach einem Bleiberecht für alle steht im Raum. Wer eine zeitlang in der Schweiz gelebt hat ? ob als AsylbewerberIn oder Sans-Papier - soll eine Aufenthaltsbewilligung erhalten.
Im Rahmen der Fabrikgespräche, soll einerseits über die Auswirkungen der neuen Verschärfungen informiert und andererseits – zusammen mit dem Publikum – über eine Bleiberechtskampagne diskutiert werden.
Eingeladen sind Peter Nideröst (Rechtsanwalt), Anna Paganini (Freiplatzaktion Zürich und Leiterin des Durchgangszentrums Embrach), Balthasar Glättli (Sekretär von Solidarité sans frontières,
Gemeinderat der Grünen) sowie Michi Stegmaier (Aktivist von Augenauf und des antirassistischen Netzwerkes). Moderation: Daniel Stern (Die Wochenzeitung WOZ)
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